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Sich mit dem Sinn auseinanderzusetzen erfährt sowohl auf organisationaler als auch auf individualer Ebene seine Renaissance. Denn Sinn ist in den Zeiten der Hypervernetzung zum ökonomisch relevanten Faktor geworden. Schließlich gibt es zahlreiche statistische Belege dafür, dass Menschen bereit sind, eine Tätigkeit für eine deutlich geringere Entlohnung auszuführen, wenn diese Tätigkeit sie mit Sinn erfüllt. Mit anderen Worten, die extrinsische Motivation durch Geld wird relevanter, wenn ihnen eine „sinnlose Tätigkeit“ angeboten wird. Wer also heute Leistung will, muss Sinn geben. Deshalb sind die Arbeiten von Viktor E. Frankl heute so unglaublich wertvoll (Erstauflage 1979). Dieses Buch (2011) ist eine interessante Auswahl aus Frankls Gesamtwerk. Kaum einer hat sich intensiver mit dem Sinn auseinandergesetzt wie der deutschsprachige Harvard-Professor für Neurologie und Psychiatrie. Das Buch ist anspruchsvoll zu lesen, aber es lohnt sich. Ein großes Dankeschön in Ehren an Viktor E. Frankl.